Archäologische Ausgrabungen auf der Burg
Bis 2007 fanden an der Burgruin durch den Archäologen Wolfgang Steeger unterstützte und geleitete Ausgrabungen statt. Dabei wurden einige historisch bedeutende Funde aus unterschiedlichen Epochen der Burg gemacht, die heute als Originale sowie teilweise als anschaulichere Repliken im Volkskundemuseum Treuchtlingen oder im 2011 aufgestockten Bergfried bestaunt werden können.

Als spektakulärer Fund bei dieser Grabungen darf ein fast vollständig erhaltener Krug aus dem 14./15. Jahrhundert genannt werden.

Einen ausführlichen Bericht zu den Grabungen finden Sie hier.
Die seit 1989 vom Burgverein mit Unterstützung der Stadt finanzierten wissenschaftlichen Grabungen brachten Licht in die schriftlich kaum ¨berlieferte Burggeschichte. Wenigsten zweimal, Mitte des 13. und im ersten Viertel des 14. Jahrhunderts, ging die Burg in Brandkatastrophen beinahe unter. Durch diese Grabungen gelang es, die Mauerzüge nach Bauphasen zu differenzieren. Der Grundriß zeigt hellblau die Anlage des 12. Jahrhunderts, dunkelblau die Wiederaufbauten nach der Zerstörung Mitte des 13. Jahrhunderts.

Nach der zweiten Brandkatastrophe entstand Obere Vorburg und Südzwinger, dargestellt in hellgrün. Aus noch jüngerer Zeit, wohl aus dem Ende des 14. Jahrhunderts, stammen die nordöstliche Zwingerpartie, der Gewölbekeller und Umbauten an der Hauptburg, in dunkelgrün dargestellt. Vermutlich war auch hier ein Feuer Anlaß für größere Bauarbeiten.
Diese beiden Bilder zeigen einen Schnitt durch die Hangbefestigung(links) sowie freigelegte Hausfundamente und die Filterzisterne (rechts).

Weitere bedeutende Funde von Wolfgang Steeger sind eine Marienfigur (links) sowie ein Topfhelm (rechts).

 

Die fleißigen Helfer wurden von der Kamera überrascht                               24.04.2007 (A.R)